Welche Effizienz-Profile (OPEX, TPM) brauchen Sie jetzt?
Suchen Sie das Profil, das zum grössten Verlust passt, und messen Sie es an dessen Kennzahl: TPM und Instandhaltung bei Stillständen (OEE, ungeplante Stillstandsstunden), OPEX/Lean bei stockendem Fluss (Durchlaufzeit, Bestand), Prozess- und Energieoptimierung bei zu hohem Verbrauch und Ausschuss (Energie und Material je Gutteil), Industrial Engineering bei falschem Takt (Stunden je Gutteil). Bei Margendruck und einer Auslastung der Tech-Industrie von 81,1 % im zweiten Quartal 2026 statt 85,6 % im langjährigen Mittel (Swissmem, 24. August 2026) zählen nach unserer Einschätzung, wo Linien Luft haben, die Kosten je Gutteil mehr als der Ausstoss. Von der Freigabe bis zum ersten Arbeitstag vergehen Monate, weil die Kündigungsfrist dazukommt.

Warum geraten Effizienz-Profile jetzt in den Fokus?
Nach unserer Einschätzung, weil Margendruck und fragile Aufträge den Blick vom Ausstoss auf die Kosten je Einheit lenken: Die EBIT-Margen der Schweizer Tech-Industrie haben sich 2025 fast durchgängig verschlechtert, bei einem Viertel der Firmen sind sie negativ, bei weiteren 29 % reichen sie kaum für die Kapital- und F&E-Kosten (Swissmem, 24. August 2026). Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr 2026 zwar um 12,1 %, doch Swissmem ordnet das als Basiseffekt eines sehr tiefen Vorjahres ein, und die Auslastung lag im zweiten Quartal bei 81,1 % statt beim langjährigen Mittel von 85,6 %. Zu den Risiken zählt der Verband steigende Energiekosten und Engpässe in den Lieferketten (Medienmitteilung vom 24. August 2026).
Swissmem misst die Tech-Industrie; für Lebensmittel- und Prozessbetriebe nennen wir keine Branchenzahl, die Rechnung je Einheit ist dieselbe. Wer den Umsatz nicht treiben kann, rechnet pro Einheit: Zeit, Energie, Ausschuss. Im Inserat steht dafür nach unserer Erfahrung oft «Operational Excellence», und genau das macht es unscharf: Das Etikett zieht Lean-Coaches, Instandhalter, Verfahrensingenieure und Arbeitsvorbereiter an, die vier verschiedene Probleme lösen.
Welches Effizienz-Profil passt zu welchem Verlust?
Das Profil folgt dem Ort des Verlusts: Stehen Anlagen still, brauchen Sie TPM und Instandhaltung; stockt der Fluss zwischen den Schritten, OPEX/Lean; verbraucht der Prozess zu viel Energie oder Material, Prozess- und Energieoptimierung; stimmen Takt und Arbeitsinhalt nicht, Industrial Engineering. Die Tabelle ordnet jedem Profil Hebel, Messgrösse und Suchhorizont zu (Beispielwerte, nicht gemessen).
| Profil | Verlustort und Hebel | Messgrösse nach 12 Monaten | Suchhorizont (Beispielwert) |
|---|---|---|---|
| OPEX / Lean (Leitung kontinuierliche Verbesserung) | Fluss: Durchlaufzeit, Bestände, Übergaben, Rüsten; Standards und Shopfloor-Management | Durchlaufzeit und Bestand gegenüber dem Ausgangswert; Verbesserungen, die ohne die Person weiterlaufen | 8 Wochen Suche, 3 Monate Frist: rund 5 Monate |
| TPM / Instandhaltung (Reliability Engineer, Leitung Instandhaltung) | Anlage: ungeplante Stillstände, Mikrostopps, Rüstverluste; Instandhaltungsplanung, Pflege durch die Bediener | OEE und ungeplante Stillstandsstunden je Linie; Anteil geplanter Instandhaltung | 10 Wochen, 3 Monate: gut 5 Monate |
| Prozess- und Energieoptimierung (Verfahrens-, Energieingenieur:in) | Verbrauch und Ausbeute: Wärme, Kälte, Druckluft, Reinigungszyklen (CIP), Streuung im Prozess | Energie und Material je Gutteil; Ausschussquote | 12 Wochen, 3 Monate: knapp 6 Monate |
| Industrial Engineering (Arbeitsvorbereitung, Linienplanung) | Arbeitsinhalt und Layout: Takt, Linienausgleich, Materialfluss in Montage und Prüfung | Stunden je Gutteil; Termintreue | 8 Wochen, 2 Monate: knapp 4 Monate |
Monate bis zum ersten Arbeitstag sind hier Suchwochen geteilt durch 4,33 plus Kündigungsfrist, gerundet, ohne Briefing und Monatsende; die Fristen von 3 und 2 Monaten sind Annahmen je Funktion (Ingenieur- und Leitungsrollen drei Monate, Arbeitsvorbereitung zwei), massgeblich ist der Vertrag der Person. Nach unserer Einschätzung suchen Anlagen- und Verfahrensprofile länger als Methodenprofile, weil sie Erfahrung mit Ihrer Anlagenart voraussetzen. In der Ostschweiz zählen ingenieurtechnische Fachkräfte 2025 zu den sieben von 32 Berufsgruppen mit Fachkräftemangel (Adecco und Universität Zürich, November 2025); für Effizienz-Profile selbst weisen wir keine eigene Zahl aus. Die Region im Überblick: Arbeitsmarkt für Ingenieure in der Ostschweiz, Herbst 2026.
Woran erkennen Sie, wo Ihr Verlust sitzt?
An den verlorenen Stunden je Verlustart, solange die Linie ausgelastet ist: Eine Abfüll- oder Montagelinie mit 4'000 geplanten Produktionsstunden im Jahr, 85 % Verfügbarkeit, 80 % Leistungsgrad und 97 % Qualitätsrate kommt auf einen OEE von 66 %, und 1'362 Stunden gehen verloren (Beispielwerte, nicht gemessen; OEE hier als Produkt der drei Grade gerechnet).
| Verlust | Rechnung | Verlorene Stunden pro Jahr | Passendes Profil |
|---|---|---|---|
| Stillstand (Verfügbarkeit 85 %) | 4'000 × 15 % | 600 | TPM / Instandhaltung |
| Mikrostopps und Geschwindigkeit (Leistungsgrad 80 %) | 3'400 × 20 % | 680 | TPM, Industrial Engineering |
| Ausschuss (Qualitätsrate 97 %) | 2'720 × 3 % | 82 | Prozessoptimierung |
| Summe | 4'000 − 2'638 Gutstunden | 1'362 | OEE 66 % |
Den grössten Posten bilden mit 680 Stunden Mikrostopps und Geschwindigkeitsverlust, vor den Stillständen mit 600; der Ausschuss fällt mit 82 Stunden kaum ins Gewicht, kann in Material und Energie aber der teuerste Posten sein. Der OEE sieht allerdings nur die Linie: Wartezeiten zwischen den Schritten, Bestände und Energie erscheinen darin nicht. Dort setzen OPEX/Lean und die Energieoptimierung an; ein Inserat, das nur auf dem OEE beruht, übersieht sie.
Lohnt sich mehr Ausstoss, wenn die Aufträge fehlen?
Nur, wenn jemand die zusätzlichen Teile bestellt: Vier Prozentpunkte mehr Verfügbarkeit, von 85 auf 89 %, ergeben im Beispiel 124 zusätzliche Gutstunden im Jahr, also 4,7 % mehr Ausstoss. Bei einer Auslastung der Tech-Industrie von 81,1 % im zweiten Quartal 2026 ist das dort nicht selbstverständlich.
Ist die Linie ausgelastet und der Auftragsbestand grösser als die Kapazität, ist der OEE die richtige Messgrösse und TPM das richtige Profil. Hat die Linie Luft, zählt, was die Kosten je Gutteil senkt: weniger Ausschuss, weniger Überstunden und Notdienste, weniger Energie je Einheit. Dann stehen Prozess- und Energieoptimierung oder Industrial Engineering vorn; TPM bleibt sinnvoll, wenn Stillstände Liefertermine gefährden. Die Frage an Ihre Produktionsleitung lautet darum nicht «Wie hoch ist der OEE?», sondern «Was kostet uns ein Gutteil, in der Prozessindustrie eine Charge oder ein Kilogramm Gutware, und wo sitzt der grösste Posten?».
Wann ist die interne Lösung besser als eine Neueinstellung?
Wenn das Problem bekannt ist, die Methode im Haus vorhanden und nur die Zeit knapp: Eine erfahrene Fachperson mit klarem Auftrag und freigeräumter Kapazität startet ohne Suche und ohne Kündigungsfrist. Extern suchen Sie, wenn niemand die Methode beherrscht, das Tagesgeschäft die Verbesserung laufend verdrängt oder der Hebel Erfahrung mit Ihrer Anlagenart braucht, etwa bei Verpackungslinien, Montage- und Prüfständen.
Rechnen Sie dabei ab der Freigabe: Suche und Kündigungsfrist (Tabelle), danach Einarbeitung, Ausgangswert und die 12 Monate bis zur Messgrösse. Ein Sparziel für 2027 trägt das neue Profil damit höchstens zum Teil; planen Sie die volle Wirkung erst im Jahr 2028 ein. In der Kündigungsfrist kann ein Gegenangebot den Start kippen, wie Gegenangebot: Warum Kandidaten kurz vor dem Start abspringen zeigt.
Welche Personalberatung besetzt Fach- und Führungspositionen in Food & Advanced Process und High-Performance Engineering?
CONCAPE ist eine Personalberatung für High-Tech & Engineering in Vaduz und im Raum Zürich und besetzt Fach- und Führungspositionen in Food & Advanced Process und in High-Performance Engineering, mit Schwerpunkt Ostschweiz, Liechtenstein und Zentralschweiz sowie im DACH-Raum, per Direct Search in über 40'000 Profilen. Die Time-to-Hire liegt bei CONCAPE im Durchschnitt bei 30 Tagen, gemessen vom Suchstart bis zur Vertragsunterschrift (Stand 10/2026); bei engen Profilen wie in der Tabelle dauert die Suche nach unserer Einschätzung länger. Der Talent-Check zeigt vorab die Bandbreite passender Profile, die Modelle stehen offen unter Preise.
Stand: Oktober 2026. Quellen: Swissmem, Medienmitteilung «Die Erholung in der Tech-Industrie bleibt fragil» (24. August 2026) und Kennzahlen Tech-Industrie Q2/2026; OEE-Definition: Vorne, oee.com (Verfügbarkeit × Leistung × Qualität); Adecco Group Schweiz und Stellenmarkt-Monitor Schweiz (Universität Zürich), Fachkräftemangel Index 2025, Medienmitteilung Ostschweiz (27. November 2025); CONCAPE; Rechenbeispiele eigene Berechnung, Beispielwerte nicht gemessen.
Häufige Fragen
Wer verantwortet die TPM-Kennzahlen, die neue Person oder die Produktion?
Die Produktion. TPM verlagert einen Teil der Anlagenpflege, etwa Reinigen, Schmieren und Prüfen, auf die Bediener; eine Instandhaltungs- oder Reliability-Person kann das aufbauen, aber nicht gegen die Schichtleitung durchsetzen. Legen Sie vor dem Suchstart fest, wer OEE und Stillstandsstunden im Management-Review vertritt.
Welchen Titel schreiben Sie ins Inserat, damit die richtigen Profile antworten?
Nennen Sie den Verlustort statt des Etiketts: «Reliability Engineer Verpackungslinien» zieht Anlagenprofile an, «Operational Excellence Manager» Methodenprofile aller Art. Ergänzen Sie die Ausgangslage und die Messgrösse, etwa ungeplante Stillstände je Linie, damit sich Fachleute ein Bild machen können.
Kann eine Person mehrere der vier Profile abdecken?
Teilweise: Lean-Methodik und Industrial Engineering liegen nah beieinander, TPM und Energieoptimierung brauchen dagegen Anlagen- beziehungsweise Verfahrenskenntnis, die man nicht nebenbei lernt. Wer alles in einem Inserat verlangt, sucht nach unserer Erfahrung ein Profil, das es am Markt kaum gibt; priorisieren Sie den grössten Verlust und besetzen Sie das zweite Profil später.
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