CONCAPE Redaktion

Was kostet ein Headhunter in der Schweiz? Honorarmodelle im Engineering offen erklärt

Headhunter in der Schweiz rechnen meist mit einem Prozentsatz des Jahreslohns ab – als reines Erfolgshonorar, als Mandat mit Anzahlung oder als monatliche Pauschale. Bei CONCAPE stehen die Preise offen auf der Website: bis 21 % Erfolgshonorar ohne Vorauszahlung (einzelne Positionen, ohne Führungsrollen), 2'450 CHF plus 15–18 % für dringende Schlüsselrollen oder 6'000 CHF pro Monat als eingebettete Partnerschaft. Vergleichen sollten Sie nicht den Satz, sondern was er enthält.

Titelgrafik: Was kostet ein Headhunter in der Schweiz – Honorarmodelle im Engineering

Welche Honorarmodelle sind in der Schweiz üblich?

In der Personalberatung sind drei Abrechnungsarten gängig: Erfolgshonorar, Mandat mit Anzahlung und Partnerschaft mit monatlicher Pauschale. Sie unterscheiden sich weniger im Gesamtbetrag als darin, wer welches Risiko trägt und wie viel Aufmerksamkeit Ihre Suche bekommt.

ModellAbrechnungPasst, wenn …
ErfolgshonorarProzentsatz des Jahreslohns, in der Regel fällig bei Vertragsunterzeichnungdie Rolle klar ist und der Markt nicht extrem eng
Mandat mit Anzahlungfixer Startbetrag plus reduziertes Erfolgshonorardie Stelle dringend, nicht öffentlich ausgeschrieben oder sehr spezialisiert ist
Partnerschaftmonatlicher Betrag über eine Mindestlaufzeitmehrere Positionen über Monate zu besetzen sind

Was kostet ein Headhunter bei CONCAPE?

Bei CONCAPE kostet ein Headhunter je nach Modell bis zu 21 % Erfolgshonorar ohne Vorauszahlung (CORE), 2'450 CHF plus 15–18 % Erfolgshonorar (CRITICAL) oder 6'000 CHF pro Monat (PARTNER). Wir legen unsere Preise offen, weil Sie Angebote sonst kaum vergleichen können (alle Konditionen):

  • CORE – einzelne Positionen: 0 CHF im Voraus, Erfolgshonorar bis 21 % (ohne Führungsrollen), als Ziel drei vorselektierte Profile in 14 Tagen, 3 Monate Garantie.
  • CRITICAL – dringende Schlüsselpositionen: 2'450 CHF plus 15–18 % Erfolgshonorar, Active Sourcing, als Ziel fünf Profile in 10 Tagen, Relocation-Support, 6 Monate Garantie.
  • PARTNER – Volumen: 6'000 CHF pro Monat, Mindestlaufzeit 6 Monate, eingebetteter Recruiter, 12 Monate Garantie.

Rechenbeispiel: Für eine Spezialistenrolle mit einem angenommenen Jahreslohn von 120'000 CHF beträgt ein Erfolgshonorar von 21 % 25'200 CHF. Im Modell CRITICAL mit 16 % sind es nach der Preisliste 2'450 CHF plus 19'200 CHF, addiert 21'650 CHF. Im Vergleich zu CORE gelten bei CRITICAL fünf statt drei Profile in zehn statt 14 Tagen als Ziel, dazu eine doppelt so lange Garantie. Mit dem Höchstsatz von 21 % im Modell CORE liegt die Schwelle, ab der CRITICAL mit 16 % günstiger ist, bei 49'000 CHF Jahreslohn (2'450 CHF geteilt durch fünf Prozentpunkte Unterschied); mit 18 % statt 16 % liegt sie bei rund 81'700 CHF (geteilt durch drei Prozentpunkte).

Was muss im Honorar enthalten sein?

Mindestens fünf Punkte: Anzahl Profile und Frist, Garantie samt Folgen bei Abgang, Direktansprache durch Fachleute, Bemessungsgrundlage des Jahreslohns und Exklusivität. Zwei Angebote mit gleichem Prozentsatz können sehr Verschiedenes bedeuten; fragen Sie zu jedem Punkt konkret nach (mehr dazu: Woran Sie eine gute Personalberatung erkennen):

  • Wie viele Profile in welcher Zeit? Ohne Zahl ist «Vorselektion» kein Leistungsversprechen.
  • Garantie: Wie lange, und was passiert bei Abgang – Ersatzsuche oder anteilige Rückzahlung?
  • Wer sucht? Direktansprache durch jemanden, der die Technik versteht (so funktioniert Active Sourcing), oder Weiterleitung von Bewerbungen?
  • Bemessungsgrundlage: Zählen Boni, 13. Monatslohn und Zulagen zum Jahreslohn?
  • Exklusivität: Arbeitet die Beratung exklusiv – und darf sie Ihre Stelle anderen Kandidaten gegenüber nennen?

Kostenfallen im Kleingedruckten

Teurer als ein höherer Prozentsatz sind oft Klauseln, die erst später greifen:

  • Nachlauffristen: Wie lange schulden Sie ein Honorar, wenn Sie eine vorgestellte Person später direkt einstellen – und gilt das auch für eine andere Stelle?
  • Interne Besetzung: Fällt bei einem Mandat ein Honorar an, wenn Sie die Stelle intern oder über ein eigenes Inserat besetzen?
  • Zusatzkosten: Sind Inserate, Assessments, Referenzauskünfte oder Reisespesen im Preis enthalten oder werden sie separat verrechnet?
  • Abbruch: Was ist geschuldet, wenn Sie die Suche stoppen, weil sich die Rolle verändert?

Ein seriöses Angebot beantwortet diese Fragen schriftlich, bevor die Suche beginnt.

Wann lohnt sich ein Mandat mit Anzahlung?

Bei eng besetzten Profilen, dringenden Schlüsselrollen und nicht öffentlich ausgeschriebenen Suchen: Die Anzahlung kauft Priorität und eine systematische Marktabdeckung statt der ersten verfügbaren Lebensläufe. Das reine Erfolgshonorar wirkt risikolos, hat aber eine Kehrseite: Die Beratung arbeitet zuerst an den Suchen, die am raschesten zum Abschluss führen. Bei Applikationsingenieuren mit Vakuumerfahrung oder Projektleitern Hochspannung spricht deshalb vieles für ein Mandat mit Anzahlung. Ob ein solches Modell auch günstiger ist, hängt vom Jahreslohn und vom Satz ab (Rechenbeispiel mit den Preisen von CONCAPE oben).

Wie rechnen Sie gegen die Kosten der offenen Stelle?

Vergleichen Sie das Honorar nicht mit «kein Honorar», sondern mit den Kosten der unbesetzten Rolle: verschobene Projekte, Überstunden im Team und im Zweifel verlorene Aufträge. Zur Einordnung: Ein Erfolgshonorar von 21 % entspricht bei zwölf Monatslöhnen im Jahr rund 2,5 Monatslöhnen. Eine Fehlbesetzung kann mehr kosten als das Honorar. Die relevante Frage ist deshalb: Welche Lösung besetzt die Stelle mit der höchsten Wahrscheinlichkeit richtig – und in welcher Zeit?

CONCAPE ist eine Personalberatung für High-Tech & Engineering in Vaduz und im Raum Zürich, spezialisiert auf Halbleiter, Energie & Hochspannung, High-Performance Engineering und Prozessindustrie. Ob zu Ihrer Position bereits passende Profile bekannt sind, zeigt der Talent-Check.

Quelle: Preise und Leistungen gemäss concape.li (Stand Oktober 2026).

Häufige Fragen

Wie hoch ist ein übliches Erfolgshonorar?

Das hängt von Rolle, Dringlichkeit und Modell ab, und nicht alle Anbieter veröffentlichen ihre Sätze. Bei CONCAPE liegt das Erfolgshonorar für einzelne Positionen ohne Führungsrollen bei höchstens 21 %, ohne Vorauszahlung. Vergleichen Sie immer auch, worauf sich der Satz bezieht und welche Leistung dahintersteht.

Wann ist das Honorar fällig?

In der Regel mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags, nicht erst beim Stellenantritt: Das Mäklerrecht, das für die Vermittlung von Verträgen gilt, knüpft den Lohn an den Vertragsabschluss (Art. 413 Abs. 1 OR); steht der Vertrag unter einer aufschiebenden Bedingung, etwa einer Arbeitsbewilligung, kann der Lohn erst verlangt werden, wenn die Bedingung eingetreten ist (Art. 413 Abs. 2 OR). Massgebend sind aber die vereinbarten Bedingungen. Beim Mandat mit Anzahlung ist der fixe Teil zum Start der Suche fällig.

Was passiert, wenn die Person in der Probezeit geht?

Dann greift die Garantie nach den vereinbarten Bedingungen: bei CONCAPE je nach Modell 3, 6 oder 12 Monate. Lassen Sie sich die Garantie immer schriftlich geben – inklusive dessen, was bei Abgang konkret passiert.

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